DSC00179 Kopie.JPG
DSC00158 Kopie.JPG
DSC00160 Kopie.JPG
DSC00157 Kopie.JPG
DSC00155 Kopie.JPG
JG_1.jpg
DSC00151 Kopie.JPG
DSC00189 Kopie.JPG
DSC00164 Kopie.JPG
DSC00165 Kopie.JPG
DSC00140 Kopie.JPG
DSC00143 Kopie.JPG
GH_Fox.jpg

Katja Sehl
ReBreeze
(aus der Serie Penetration Paradise)
Leinwand, Garn, Holzrahmen, 302x170x4 cm
2015

 

Die Arbeit “ReBreeze” von Katja Sehl verweist schon von der Johanisberger Staße aus auf die Ausstellung “StadtGarten Salvisberg” und wirkt wie ein Bauaufsteller oder Werbeplakat. So möchte das Kunstwerk schon an dieser Stelle Besucher*innen begü.en und sie in den Garten locken.
Die Arbeit aus Sehls Serie “Penetration Paradise” möchte Erinnerungen an vergessene, verlorene Paradiese wecken und geht durch ihre Transparenz und Durchlässigkeit eine Verbindung mit dem Blattwerk der Bäume und Sträucher ein, und erzeugt damit einen visuellen Sog ins Innere des dahinterliegenden Gartens. Begleitet wird
die Situation vom Pathos des ewig Vergänglichen: Der Naturprozesse und die der Fragilität und Feinheit der Arbeit “ReBreeze”.


 

François Pisapia
Wastelandpark
mobile Außeninstallation bestehend aus drei Sitzbänken/Käfigen
(Doppelstabmattenzaun, Holz, Maße variabel)
2018-fortlaufend


Die Faszination für Stadtmöblierung, Gestaltung oder Nutzung des öffentlichen Raums ist in Künstler*innenkreisen enorm hoch. Denn hier ist alles umsonst, niederschwellig
nutzbar und mitunter frei von gestalterischer Sorgfalt. Es gibt im öffentlichen Raum jedoch auch Grenzen und Linien, die eigentlich nicht überschritten werden sollen. Zäune üben auf François Pisapia genau diese Art Faszination aus. Der Widerspruch von Durchlässigkeit und gleichzeitiger Barriere wird an Zäunen besonders deutlich. Für Pisapia stellt sich in der Arbeit “Wastelandpark” die Frage, auf welcher Seite wir stehen bzw. sitzen: Davor oder dahinter? Die Arbeit lädt zum Ruhen und Innehalten ein und fordert uns auf, über Grenzen und Barrieren grundsätzlich nachzudenken.

 

 

 

 

 

 


Ina Weber
Rockpool
Beton, Stein, Glas, Holz
15x64x35 cm
2022


Ein zentrales Thema in Ina Webers Werk sind architektonische Formen und die
Umbewertungen und Umnutzungen, die sie erfahren können. Dabei beobachtet sie genau und kommentiert diese in ihren Skulpturen, Objekten oder Installationen. Einer Orientierung an der beobachteten Realität begegnet sie meist mit einer Maßstabsverkleinerung. Dadurch erinnern ihre Arbeiten an humorvolle und charmante
Illusionen des Alltags. Das wahrlich Interessante daran ist, dass durch die Verkleinerung ein Nutzen für andere Lebewesen sinnvoll erscheint. Ihre Arbeit “Rockpool” ist in der Ausstellung jedoch kein Freizeit- oder Erlebnisbad für Vögel, sondern eine wunderbare und luxuriös gestaltete Vogeltränke, die in keinem Garten fehlen sollte.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Jay Gard
Vogel Farbtest - Grundfarben (rot, gelb, blau)
Sperrholz, Metall, Schrauben, Acryl
je 35x20x25 cm
2020
+
Dekoratives Element
Sperrholz, Leim, Acryl
250x60x70 cm
2021


Jay Gards Arbeiten verbinden Ästhetik, Rationalität und Humor. Sie sind von strengen geometrischen Formen geprägt und konzeptionell strukturiert.
Mit der Arbeit “Vogel Farbtest” an der Sockelwand der Terasse, versucht Gard die überw.ltigende Wirkung der Farben durch ein einfaches System für sich und die Betrachter*innen zu erklären. Humorvoll erinnern diese Vogelhäuser in den Faben rot, gelb und blau an die unterschiedlich gestalteten ud farblich variiereden
Haustüren, die Individualität ausdrücken sollen und für eine bessere Orientierung
sorgen. Seine zweite Arbeit mit dem Titel “Dekoratives Element” ist im Garten nicht zu
übersehen. Die aus Sperrholz geschwungene Kurve erinnert auf den ersten Blick an eine Gartenliege. Jedoch gibt es eine bewusste Irritation in diesem Bild, denn eigentlich müsste sie vom Sockel kippen. Es sieht aus, als habe Jay Gard einen unsichtbaren Gast auf seiner Sonnenliege Platz nehmen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kristin Wenzel

Manhattan,
glasierte Keramik, vernickelter Stahl, Wasserpumpe
43x28x13 cm, Unikat
2020
+
Dragon
glasierte Keramik, vernickelter Stahl
16x13,5x10 cm
2020
+
Shiver
glasierte Keramik, vernickelter Stahl
40x27x8 cm
2020


Kristin Wenzel arbeitet mit den Mitteln der Täuschung. Ob in früheren Werken, indenen sie täuschend echte Architekturen in Miniformat nachbildet oder aktuell Orchideen verlockend echt aus Keramik formt und inszeniert.
In der Arbeit “Manhattan”, die an einem Baum im Garten präsentiert wird, ist die Natur scheinbar zu einem Ort der Sehnsucht und des Begehrens. Wir werden Zeug*inen von einem künstlerischen Spiel aus Verlockung, Illusion und Sehnsucht.
Mit den Arbeiten “Dragon” und “Shiver” an der Außenwand des Kellers, an der die Rosen ranken, nimmt Kristin Wenzel Bezug zu floralen Ornamenten in der Architektur vergangener Zeit.
Beide Arbeiten stellen Bezüge zu den keramischen Schmuckelementen an Häusern der Umgebung und vor allem an das Haus in der Johannisberger Straße.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Catherine Rose Evans
Tools for Direct Democratic Action
(Werkzeuge für direktes demokratisches Handeln)
Gefundene Gartengeräte, bearbeitet, Stahl und Holz, je ca. 300x20 cm
2022


Jede Mangelwirtschaft muss zwangsläufig mit den Ressourcen auskommen, die
dem Staat oder der Gesellschaft zur Verfügung stehen. Dies kann zumindest in
einigen Bereichen einer Wirtschaftsproduktion oder des Alltagslebens gezwungenermaßen
zu einem nachhaltigen Handeln anregen. Reparieren und Recycling,
Umnutzung oder Wiederverwertung sollten vor dem Hintergrund des Klimawandels
die logische Konsequenz für aktuelle Gesellschaften sein.
Für Catherine Rose Evans gehört das Wiederverwerten oder Umwerten von gefundenen
Materialien für ihre Installationen und Objekte zur künstlerischen Praxis. Für die
Arbeit “’Tools for Direct Democratic Action” nutzt sie verschiedene in der DDR
hergestellte Gartengeräte und -werkzeuge, beraubt sie der eigentlichen Funktion
und schreibt ihnen eine neue Fähigkeit zu. Die Gartenarbeit rückt bei dem neu entstandenen
Objekt in den Hintergrund. Die Fragilität ihrer Arbeit verweist zudem auf
die gegenwärtige zunehmende politische Instabilität der Welt.

 

 

 

 

 



Gabriella Hirst
Wildlife
Buchsbaum und Kunststofftöpfe, verschiedene Größen
(Buchsbaumtiere: Taube, Ratte, Fuchs und Eichhörnchen)
2022
Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist in vielen öffentlichen und privaten Gärten
beheimatet. Schon im Barock wurde er akkurat geschnitten als Hecke oder mit der
Heckenschere in unzählige geometrische Formen ‘gezwängt’. Hier zeigt sich eine
bis heute fast ungetrübte Popularität. Doch seit einigen Jahren frist der „invasive“
Buchsbaumzünsler als Raube Blätter der Buchsbäume in Parks und Gärten kahl,
und zerstört somit unbewusst auch die jahrelange Arbeit an kompliziertesten Formschnitten.
Mit der Arbeit “Wildlife” thematisiert Gabriella Hirst sowohl die Kulturgeschichte als
auch die ungewisse Zukunft des ‘Buxus sempervirens’. Wie eine Bildhauerin formt
sie aus Buchsbäumen vier in Berliner Gärten beheimatete Tiere: Taube, Ratte, Fuchs
und Eichhörnchen. Die Tier-Porträts wirken wie Momentaufnahmen oder Vexierbilder,
die im nächsten Augenblick wieder zu schnöden Buchsbäumchen werden
können. Ohne intensive Pflege der Form bleibt nur die Pflanze, das Tier entflieht.








 

DSC00183 Kopie.JPG