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Bernd Trasberger in conversation with Dutch artist Rob Hamelijnck about Eduard-Müller-Platz, Berlin-Neukölln



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Thanks to the broad protest led by the artistic community against the private Kunsthalle Berlin run by W. S., it is already history again after barely three months and a total of one exhibition. However, the criticism of structures that enabled the association, the Bonn Foundation for Art and Culture, to draw on public resources of considerable magnitude in Berlin remains. The decision to revise this mistake after the hasty extension of the contract, by finally responding to the demands of the public, has been an important turning point and intermediate step in a cultural and more social urban development policy, which means that further sustainable steps are still needed.


By taking over the URL Kunsthalleberlin.de, the City of Project Spaces supports the transformation processes necessary for this by continuing, as an artistic initiative, the notion of a democratically legitimized house that Walter Smerling wrongly claimed. The first redirection of the URL to the website of the Project Space Festival 22 will be used to make the events of 31 artistic project spaces and project initiatives visible as the idea of a polycentric Kunsthalle.


In the future, the City of Project Spaces will share the URL with other artistic initiatives working for more equitable distribution of public resources and sustainable urban development processes. More to come soon.


--> continue to www.projectspacefestival.com

Von Tobias Michnik und Leander Nowack Man sieht sie eigentlich nicht. Man muss wissen, dass sie da sind. Tobias Michnik und Leander Nowack machen sie mit ihrem Buch für alle sichtbar. Und ist man einmal aufmerksam geworden, kann man sie nicht mehr übersehen: Die – ehemaligen – Bushaltestellen auf der Berliner Stadtautobahn.

Bushaltestellen auf der Stadtautobahn sind paradox, denn sie konterkarieren die grundlegende Idee der Autobahn als dem Verkehrsweg, an dem die Trennung der Verkehrsmittel perfekt wird, an dem der Verkehr ungehindert fließen soll und zu dem Fußgänger eigentlich keinen Zutritt haben.

Doch im West-Berlin der 1950er Jahre entstand auf der neuen Stadtautobahn genau das: ein Stadtautobahnbus nach amerikanischem Vorbild, mit 13 Haltepunkten inklusive Busspuren, Wartehäuschen und Treppenhäusern. Man wollte die Verkehrseuphorie mit allen Bürger*innen teilen. Doch die Vision währte nicht lange. Wenige Jahre nach der Fertigstellung wurden die ersten Haltestellen bereits nicht mehr bedient. Viele ihrer Baukörper allerdings verbleiben bis heute entlang der Stadtautobahn – zurückgebaut, umgenutzt, leerstehend. Beinahe unsichtbar. Das Buch arbeitet erstmalig Gestaltung, Geschichte und Potential dieser bislang kaum thematisierten Infrastrukturräume auf und stellt dabei ihre einzigartige Funktion als Verbindungsbauten zwischen Stadt und Stadtautobahn heraus.

Tobias Michnik und Leander Nowack, beide Architekten, beleuchten in Wort, Fotografie und Zeichnung die Entstehung, Gestaltung und Transformation der Verkehrsbauwerke, sowie die ihnen zugeschriebenen Werte und Bedeutungen. Die Autoren stellen damit die Bauten als Produkt der gesellschaftlichen, technischen und politischen Bedingungen ihrer Zeit vor, ebenso als urbane Räume, die von unterschiedlichen Akteuren zu unterschiedlichen Zeiten anders verstanden wurden. Und heute? Was bleibt von dieser einzigartigen architektonischen Typologie? Michnik und Nowack geben überraschende Antworten.

Übergangsräume. Die Bushaltestellen auf der Berliner Stadtautobahn von Tobias Michnik und Leander Nowack 224 Seiten 17 x 24 cm 196 Abbildungen, davon 33 farbig 107 Zeichnungen Satz und Gestaltung: Vivien Hoffmann ISBN: 978-3982-0586-3-4 Urbanophil 04/2021 29 €


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